Cordula Schlamadinger
Mein persönlicher Weg in die Kinderdrehscheibe
Die Institution Kinderdrehscheibe kenne ich, seitdem sie 1997 die ehemaligen Räumlichkeiten in der Brandhofgasse bezog.
Die Kinderdrehscheibe als Nachbarin ...
Meine Wohnung lag unmittelbar daneben und ich sah von meinem Wintergarten aus direkt ins Büro der Kinderdrehscheibe. 1995 arbeitete ich noch als Kindergartenpädagogin (heute als Elementarpädagogin bezeichnet) im Anton-Afritsch Kindergarten. Als ich im Jahr 2000 das Konzept für das Kinderhaus Gösting mit der heute noch dort tätigen Leiterin Sabine Schöndorfer in die Tat umsetzte, hatte ich mich bereits zuvor mit Regina Wolf-Egger, der damaligen Leiterin der Kinderdrehscheibe, intensiv ausgetauscht. Regina beriet Sabine und mich sehr kompetent, um das „Kinderhaus Gösting“ im September 2000 gemeinsam mit der Volkshilfe Steiermark als Träger ins Leben zu rufen.

EU-Projekt-Beteiligung
Im Laufe der wunderschönen Tätigkeit als Elementarpädagogin im Kinderhaus Gösting aktualisierte ich immer wieder telefonisch die Daten mit den Mitarbeiterinnen der Kinderdrehscheibe. Als Regina Wolf-Egger dann wegen eines EU-Projektes des sog. „Media Playing Communities“ auf mich zukam, zögerte ich keine Sekunde und beteiligte mich mit dem Kinderhausteam, den Kindern und deren Eltern, sowie einigen interessierten Tagesmüttern der Volkshilfe an dem außerordentlichen Projekt.
Institut Connect
Im Zuge dieser Zusammenarbeit mit Regina Wolf-Egger bewarb ich mich im damaligen „Institut Connect“ und übernahm 2008 eine Karenzstelle.
Alsbald landete ich mitten in der Tageselternausbildung – als Organisatorin und Referentin. Auch die Vorauswahl im Recruiting Prozess der „nanoversity“ und des „Messequartiers“ vor deren Eröffnungen fiel in meinen Aufgabenbereich.
Ich wusste es damals noch nicht, aber dies war zugleich auch der erste Grundstein auf dem Weg in die Kinderdrehscheibe. Als Ende 2012 die Entscheidung getroffen wurde, das „Institut Connect“ zu schließen, wurde ich auf Empfehlung von Regina 2 Jahre als Assistentin der Leiterin Ines Weinberger in der Kinderdrehscheibe tätig, um dann 2015 nach deren Pensionierung die Leitung zu übernehmen.

Kein einziger Tag Langeweile
Seit 2015 hat sich unheimlich viel getan: Keine der zuvor langjährig tätigen Mitarbeiterinnen ist mittlerweile noch hier (2 davon sind in Pension, eine weitere wechselte zu ZAM) Ich habe mittlerweile zahlreiche Kolleginnen eingeschult und seit 1,5 Jahren ein stabiles Team. 2026 hat uns eine erste Kürzung unmittelbar betroffen und wir arbeiten nunmehr zu fünft. Zahlreiche Arbeitsschritte wurden weiterentwickelt und optimiert, die ehemalige Website (Bild rechts) der Kinderdrehscheibe www.kinderdrehscheibe.net „auf neue Beine gestellt“.


2019 kam dann die „Plattform Ferienbetreuung“ hinzu, bald darauf folgte also eine weitere Website: www.plattformferienbetreuung.at.
2026 bin ich nun bereits fast 14 Jahre hier tätig. An keinem einzigen Tag kam jemals Langeweile auf. Ich liebe es zu netzwerken, mit meinen Kolleginnen immer wieder neue Herausforderungen anzunehmen und mich an Projekten zu beteiligen bzw. Projektaufträge umzusetzen. Ich schätze es und bin täglich dankbar, Teil eines wundervollen, kompetenten Teams zu sein, das mit großer Hingabe und Empathie nie müde wird, auch noch so schwierige Fragestellungen und Anfragen von Kundinnen und Kunden möglichst zu lösen.
Gemeinsam überlegen wir auch aktuell immer wieder weiter, wie denn die Zukunft der Kinderdrehscheibe aussehen kann. Speziell in herausfordernden Zeiten ist „Schwarmwissen“ Gold wert.
Und so bleibe ich seit mehr als 30 Jahren meinem Leitspruch von Georg Bydlinski treu:
„Einzeln sind wir Worte, gemeinsam ein Gedicht“
