Neuigkeiten und Veranstaltungen

AK-Kinderbetreuungsatlas 2016

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eines der wichtigsten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Anliegen. Die Kinderdrehscheibe Steiermark  erstellte daher  im Auftrag der Arbeiterkammer Steiermark  zum  dritten Mal den Kinderbetreuungsatlas 2016.

 

Ziel beim Kinderbetreuungsatlas 2016 war, einen objektiven Überblick über die aktuelle Betreuungssituation in den 287 steirischen Gemeinden zu bekommen.

Dabei wurden bestehende Kinderbetreuungsangebote in den einzelnen Gemeinden nach bestimmten Kriterien ausgewertet.Die Auswertung umfasste 950 institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren und Einrichtungen, die Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder anbieten. Nach wie vor gibt es allerdings 43 Gemeinden, die keine Betreuungsmöglichkeit für die unter 3-jährigen Kinder anbieten und in 100 Gemeinden (im Vorjahr waren es noch 113) besteht nur die Möglichkeit, die Kinder in einem Halbtagskindergarten betreuen zu lassen. Es gibt allerdings Steiermark weit keine einzige Gemeinde mehr ohne Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung für Kinder von 3 bis 6 Jahren. 

"Generell kann gesagt werden, dass alle steirischen Gemeinden außerordentlich bemüht sind, das Betreuungsangebot stetig zu verbessern. Wenn aber eine Gemeinde nicht alle Vereinbarkeits- Kriterien erreicht, liegt das manchmal auch an geographischen Gegebenheiten oder aber an Rückmeldungen steirischer Familien, die keinen Bedarf gemeldet haben. Erfreulich ist, dass mittlerweile bereits einige größere Betriebe und Firmen das Betreuungsangebot an Betriebseinrichtungen oder aber auch Betriebstagesmüttern/- vätern bereichern", meint Cordula Schlamadinger,  Leiterin der Kinderdrehscheibe.

Ein weiterer Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr ist bereits ersichtlich.  Von 287 steirischen Gemeinden erfüllen 104 (36,24 Prozent) die Kriterien für die "Kategorie A": "Für diese Kategorie müssen eine Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren, ein Ganztageskindergarten und eine Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder vorhanden sein", erläutert AK-Gleichstellungsreferentin Mag. Bernadette Pöcheim.

Spärlicher gesät sind jene Gemeinden, die den zusätzlichen Kriterien des "Vereinbarkeitsindikators für Familie und Beruf" (VIF) – längere Öffnungszeiten, weniger Schließzeiten bei den Kindergärten – gerecht werden. 58 Gemeinden (20,21 Prozent) – immerhin acht mehr als im Vorjahr – erfüllen die VIF-Kriterien. "Vor allem der Anspruch einer Schließzeit von höchstens fünf Wochen verhindert, dass mehr Gemeinden in diese Spitzenkategorie fallen", ortet Pöcheim ein "Betreuungsleck" in den Ferien. Nachholbedarf besteht für Pöcheim nach wie vor in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Die Spitzenposition unter den steirischen Bezirken nimmt die Landeshauptstadt Graz mit einem flächendeckenden Angebot unter Berücksichtigung aller geforderten Kriterien ein. 

Die kontinuierlichen Fortschritte in der Kinderbetreuung sind für AK-Präsident Josef Pesserl erfreulich, wenngleich nach wie vor "Luft nach oben" vorhanden sei: "Echte Wahlfreiheit für Eltern besteht erst bei einem wirklich flächendeckenden Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersstufen". Dies gelte selbstverständlich auch für die Ferien, fordert der AK-Präsident mehr Rücksichtnahme auf berufstätige Eltern bei den Schließzeiten.

AK-Atlas 2016

.

Mit finanzieller Unterstützung des


Arbeitsmarktservice Steiermark

 

Land Steiermark

 


 
 
Zum Seitenanfang